Zurück in Kambodscha - Teil 1

Geposted von The Pepper Hill am

Im folgenden Blogeintrag schreibt Susi Burhenne den ersten Teil über ihre Reise nach Kambodscha:

"Fasten your Seat Beats, please" und schon sind wir auf dem Weg aus Hamburg über Dubai und Bangkok nach Phnom Penh zu unserer Kampot-Pfeffer Farm. Ein Transfer in Dubai nach 6 Stunden Flugzeit macht die Reise erträglicher. Während des 1 stündigen Fluges Bangkok - Phnom Penh werden die in kleinster Schrift gehaltenen Landekarten ausgefüllt. Danach folgt die Einreise in Phnom Penh: Während einige Einreisende hoffnungsfroh auf den Aufruf Ihrer Namen warten, um dann wiederum mit Pass, Landekarte und Visum die eigentliche Kontrolle zu passieren, sind andere schon lange am Gepäckband. Geheimnisvolles Asien. Jedes Mal kommt einem der Flughafen im Vergleich zu dieser quirligen Stadt provinziell vor. Alles braucht so seine Zeit, aber wir sind endlich wieder da.

Geheimnisvolles Asien

Das Gepäck ist vollständig und wird jetzt auf ein Tuk-Tuk verladen, einem unersetzbarem Transportmittel, das sich todesmutig in eine Flut von Hunderten Mofas, Autos und Fahrrädern stürzt. Doch das Alles geschieht ohne Agressionen und geschickt findet der Tuk-Tuk-Fahrer seinen Weg durch dieses pulsierende Stadtleben.

 

Neben, vor und hinter uns sitzen die Kambodschaner zu zweit, zu dritt, sogar zu viert auf ihren Mofas und es ist diese gewisse Zurückhaltung, die die Menschen hier in Kambodscha so liebenswert erscheinen lässt.

Wir kommen in der Villa Langka an, einer Oase inmitten von Verkehr und Trubel. Hier treffen wir uns mit André auf einen kleinen Imbiss am Pool. Der Farm-Pickup ist noch in der Werkstatt, die Klimaanlage streikt. Später geht es mit dem Tuk-Tuk weiter zu Lilly, die schon auf uns wartet.

 

 

André erzählt uns, dass es nun eine MG-Niederlassung in Phnom Penh gäbe und sogar an einer Automeile gebaut wird. Es tut sich viel hier. Begleitet von unzähligen Mofas, LKWs, Autos schälen wir uns langsam aus der Stadt.

Wir fahren an große Textilfabriken vorbei, die gerade noch im Aufbau sind. Bei deren Anblick empfinde ich ein zwiespältiges Gefühl. Fortschritt ist nicht aufzuhalten, doch leider ist er hier nicht immer für alle von Nutzen.

Wunderschönes Asien

Langsam wird es ruhiger auf dem Highway. Kleinere Märkte zieren rechts und links die Straße. Ein schöner Anblick, der sogar noch schöner wird, je näher wir Kampot kommen. Wunderschönes Asien.

Mit Lilly und André kommen wir nun endlich auf unserer Kampot-Pfeffer Farm an. Die Pfefferpflanzen der ersten Generation (1. Pflanzung im November 2013) sind inzwischen zu über 2 Meter hohen, buschigen Pflanzen herangewachsen.

Trotzdem können wir beim nächsten Mal noch einiges besser machen, klärt uns Günther Wessel von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf: Bei einer Pflanzung zu Anfang der Regenzeit (im August) bieten sich noch bessere Voraussetzungen für das Wachstum der Kampot-Pfeffer Sprösslinge. Die Pfeffer Pflanzen werden zukünftig auch direkt an die Holzpfähle gepflanzt, statt ursprünglich an einen lebenden Baum. Das erleichtert ihnen den Start noch weiter. Außerdem müssen wir den Kleininsektenverkehr zur Bestäubung unterstützen, um eine vollständig befruchtete Rispe zu erhalten.

Um all diesen neu gewonnenen Informationen gerecht zu werden, suchen wir für unsere Farm nun nach einem einheimischen Farmleiter, der einerseits das traditionelle Wissen beherrscht, andererseits auch offen ist für moderne, ökologische Landwirtschaft.

Die Farm hat sich auch vergrößert. Ein kleiner Fluss schlängelt sich bis hinunter zu den Unterkünften der Farmarbeiter. Zu Beginn der Regenzeit wird hier ein Garten mit Obstbäumen und Gemüse entstehen.

Zum Abschluss des zweiten Tages sitzen wir auf der Terrasse und genießen bei fast unendlich scheinender Stille den Sonnenuntergang. Nur das leise Wachsen der Pfeffer Planzen, glauben wir zu hören.


Lesen Sie auch den zweiten Teil der Blogreihe: Zurück in Kambodscha.


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